100 Jahre Schützenverein „Treff“ 1904 e.V. Schimborn

Festredner lobten Beständigkeit – Mitglieder geehrt

Mömbris-Schimborn. „Es ist mir eine besondere Freude, dass ihr euer Jubiläum zusammen mit der „Schimmner Kerb“ feiert, denn ihr seid dabei sowieso nicht mehr wegzudenken“ – mit diesen Worten gratulierte Thomas Reifenberger, Vorsitzender des Schimborner Vereinsrings, dem Schützenverein „Treff“ zum 100-jährigen Bestehen. Am Festsonntag stand die Ehrung langjähriger Mitglieder auf dem Programm. Nachdem sich die 22 Fahnenträger als Abordnungen der Schützenvereine im Schützengau „Main-Spessart“ zur Kirchenparade versammelt hatten, konnte der Festsonntag mit einem Gottesdienst in der Kirche, mitgestaltet vom Kirchenchor „ars cantandi“, beginnen. Unter Begleitung des Musikvereins Schimborn sowie den Böllerschüssen des Schützenvereins „Diana“ Dettingen und der „Königstreuen“ Mömbris ging es gut zwei Stunden später im Kerbzelt weiter mit den Grußworten der Gäste. Der erste Gratulant war Landtagsabgeordneter Henning Kaul, der zudem die Glückwünsche seines Bundestagskollegen Norbert Geis und von Landrat Dr. Ulrich Reuter überbrachte. „Wenn man bedenkt, was in 100 Jahren an Geschichte über Deutschland hinweggegangen ist, dann spricht es von Selbstbewusstsein, wenn ein Verein so ein Jubiläum feiern kann“, lobte Kaul. Neben Konzentration und Disziplin für die sportlichen Erfolge gehöre dazu auch die Kameradschaft. „Man muss standfest sein“ Bezirksschützenmeister Siegfried Schmitt betonte, dass im Verein von Anfang an ein aktives Schützenleben selbstverständlich gewesen sei. „Dafür kann ich nicht genug danken, denn wir Schützen vermitteln Tugenden, die zunehmend weniger akzeptiert werden“, meinte er. Und weiter: „Man muss standfest und mit sich selbst im Lot sein, nur dann trifft man ins Ziel“, sagte Schmitt. „Der Schützenverein „Treff“ ist heute noch so lebendig wie vor 100 Jahren“, führte der Mömbriser Bürgermeister Reinhold Glaser aus. Mit Recht könne man ihn als Kultur- und Traditionsverein bezeichnen, er keinesfalls in Tradition erstarrt sei. Obwohl der Jubelverein schon so stark sei, dass er sich mit dem Gedanken an ein eigenes Vereinsheim mit Schießstand trage, wünschte er ihm für die Zukunft noch viele aktive Mitglieder, die den Zusammenhang pflegten. Ingeborg Fleckenstein, Schützenmeisterin des Patenvereins „Grüntal“ Hösbach, hatte ebenso gute Wünsche im Gepäck wie Ludwig Rosenberger, ehemaliger Schützenmeister des Jubelvereins. Kuverts von Glückwünschen von über 20 Vereinen des Schützengaus überreichte Gauschützenmeister Reinhold Köppel dem Schützenmeister des Schimborner Jubelvereins, Andreas Höfler. Aktive ausgezeichnet Gemeinsam ehrten Köppel und Höfler dann verdiente Vereinsmitglieder. Bezirksbogenreferent Rudolf Schneider ist dem „Treff“ seit 25 Jahren treu, seit 40 Jahren dabei sind Hans Fath und Reinhold Hartmann. Ute Back, Michaela Griebel, Beatrix Höfler und Monika Rosenberger stellen die erfolgreiche erste Luftgewehrdamenmannschaft, wofür sie die Ehrennadel des Bayrischen Sportschützenverbands erhielten. Das Protektoratsabzeichen für engagierte Mitarbeit bekamen Adrian Amend, Jürgen Bieber, Stephan Fischer und Klaus Kourimsky. Eine zusätzliche Auszeichnung wartete auf Rudolf Schneider und Hans Fath, die für ihren beständigen Einsatz zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden. Außerdem wurden dem „Treff“ die Plaketten des Deutschen Schützenbunds und des Bayrischen Sportschützenbunds verliehen. „Ganz neu in diesem Jahr ist der Ehrenteller des Schützengaus für 100 Jahre Vereinsbestehen“, hatte der Gauschützenmeister eine letzte Überraschung mitgebracht. Marion Stahl

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