Das neue Schützenhaus

Schützenhaus
Schützenhaus

Standort am Kapellenweg, oberhalb des Feuerwehrgerätehaus, am Festplatz:
Unter Dach und Fach ist das neue Schimborner Schützenhaus.
Einer kleinen Feier im Januar folgt das große Übergabefest mit Ortspokalschießen im Sommer.

Bisher haben die Bogenschützen in den Wintermonaten stundenweise einen Teil der Schulturnhalle für ihr Training genutzt. Ebenso befinden sich im Kellergeschoss ein Lagerraum für den Vereinsring und eine Toilettenanlage, die auch bei Festlichkeiten der Ortsvereine auf dem Festplatz genutzt werden kann.


Seit dem ersten Spatenstich im März 2009 haben 45 Vereinsmitglieder – überwiegend samstags – rund 6200 Arbeitsstunden geleistet. Die Frauen des Vereins versorgen die Helfer regelmäßig mit Kaffee, Kuchen und Mittagessen. Der Rohbau wurde – bis auf Fertigdecken und Dach – komplett in Eigenleistung errichtet. In diesen Tagen wurde der Estrich eingebracht. »Erfreulich verlief bisher auch die Zusammenarbeit mit einigen ortsansässigen Unternehmen, die zum Teil Materialien oder Geräte kostenlos zur Verfügung stellten«, lobt der Schützenmeister.
Der Schützenverein Treff Schimborn ist laut Höfler mit rund 100 Mitgliedern, von denen 45 in den Sparten Luftgewehr, Luftpistole und Bogen aktiv sind, zwar kein besonders großer Verein, aber dafür überaus aktiv. Außerdem ist ein Drittel der Mitglieder noch unter 27 Jahre alt.

Baukosten: 425000 Euro

Die Baukosten des Projekts »Schützenhaus« wurden vom Architekten Peter Schlämmer aus Sommerkahl-Vormwald mit 425 000 Euro angesetzt, wobei durch zusätzliche Erdarbeiten (vorhandene Erde konnte aufgrund schlechter Qualität nicht zum Verfüllen verwendet werden und musste deshalb in größeren Mengen abtransportiert werden) bereits zu Beginn der Baumaßnahme eine geringe Kostensteigerung erfolgte.
Finanziert wird der Bau zum Großteil aus dem Eigenkapital, das die Schützen seit Mitte der 90er Jahre angespart hatten, nachdem man sich entschlossen hatte, einen Neubau zu wagen – außerdem aus einem Zuschuss des Vereinsrings, der im Gegenzug den bereits erwähnten Lagerraum erhält und zudem künftig bei Festlichkeiten die Toilettenanlagen mitbenutzen kann (hier wäre ansonsten eine eigene Baumaßnahme des Vereinsrings nötig geworden).
Weiterhin gewährt der Markt Mömbris im Rahmen seiner Richtlinien einen Zuschuss, und der Bayerische Sportschützenbund steuert rund 55 000 Euro zu. Für den Rest musste ein Kredit bei der Bank aufgenommen werden, für den die Marktgemeinde bürgt. Zudem werden bis zur Fertigstellung knapp 25 Prozent der Baukosten durch Eigenleistungen der Mitglieder erbracht worden sein.
Notwendig geworden ist der Schützenhaus-Neubau, da das aktuelle Domizil schon seit Jahren nicht mehr den Anforderungen eines zeitgemäßen Schießstandes gerecht wird, so Schützenmeister Höfler.

Beengte Verhältnisse

Auf 36 Quadratmeter müssen Auswertung, Umziehen und Aufenthalt der wartenden Schützen stattfinden. Außerdem können mit nur sechs vorhandenen Schießständen noch nicht einmal zwei Mannschaften komplett zur selben Zeit an den Start gehen, wodurch es immer wieder zu erheblichen Verzögerungen bei den Wettkämpfen kommt. Weitere Probleme: fehlende Parkplätze und keine eigenen sanitären Anlagen, die bisher in der Gaststätte »Zur Rose« mitbenutzt werden konnten.
Höfler: »Die große Schießhalle im neuen Heim soll aber nicht nur dem Schießsport dienen. Sie gibt zudem die Möglichkeit, dort Veranstaltungen für bis zu 180 Personen auszurichten, was allen Schimborner Ortsvereinen zugute kommen soll.«
Die Baugenehmigung vom Landratsamt hatte der Verein bereits im Frühjahr 2007 erhalten. Dennoch verzögerte sich der Beginn der Maßnahme bis März 2009, da erst zu diesem Zeitpunkt grünes Licht aus München kam, das den erwähnten Zuschuss des Schützenbundes sicherte.
Im Rahmen seiner Königsfeier plant der Schützenverein Ende Januar 2011 eine kleine Einweihungsfeier, zu der alle Helfer und Förderer eingeladen werden. Für die Vereine des Schützengaues und die Einwohner ist dann im Sommer noch eine große Übergabefeier mit Ortspokalschießen vorgesehen.

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