Viel Lob für eine große Leistung

Schützen kommen auf 8500 Arbeitsstunden und begrüßen 19 Fahnenabordnungen

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Einweihung 2011

Mömbris-Schimborn Ein Meer an Fahnenabordnungen und Festgästen sorgte am gestrigen Sonntag dafür, dass die Einweihungsfeier des neuen Schützenhauses zu einem Höhepunkt in der über 100-jährigen Geschichte des Schützenvereins Treff Schimborn wurde.

Begonnen hatte der Festtag mit dem Totengedenken am Ehrenmal im Friedhof und einem Gottesdienst in der »Neuen Kirche«, wobei die Kirchenparaden jeweils angeführt wurden vom Musikverein Schimborn. Nachdem auch die 19 Fahnenabordnungen unter stehendem Beifall ins Schützenhaus eingezogen waren, begrüßte Vorsitzender Andreas Höfler die Festgäste.
»Wir sind heute extrem stolz, obwohl wir noch nicht ganz fertig sind«, sagte Höfler und übergab das Mikrofon an Pfarrer Gerhard Spöckl. »Das Fest heute zeigt, dass viele Menschen hinter dem Verein stehen. Gib, dass das Haus zum Segen wird für die ganze Gemeinde, und dass der Verein lebendig bleibt, denn es ist oft eine Herkulesaufgabe, die richtige Entscheidung zu treffen«, bat der Seelsorger um Gottes Segen.
»Wenn heute über Schützen gesprochen wird, verbinden das viele Menschen mit tragischen Einzelfällen. Tatsächlich verbirgt sich hinter der Schützenfamilie eine lebendige und pulsierende Vereinsstruktur, deren Sport sehr viel Ausdauer und Trainingsfleiß erfordert«, überbrachte die stellvertretende Landrätin Marianne Krohnen die Glückwünsche des Landkreises. Die Schützen seien sogar in guter Gesellschaft, da der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, Geistlicher einer Schützenbruderschaft sei.
Der zweite Bürgermeister Robert Brückner gratulierte im Namen des Marktes Mömbris. Es komme heute nicht mehr so häufig vor, dass neue Vereinsheime gebaut werden, und die Schimborner Schützen hätten es zudem geschafft, mit ihrem Vereinsheim einen neuen Anlaufpunkt für die Bürgerschaft und die Jugendlichen zu errichten.
Verbunden mit dem Lob, der Verein habe sich beim Bau gewissermaßen selbst »Schützenhilfe« geleistet, bedauerte Brückner, dass der Marktgemeinde, wie vielen anderen Gemeinden, die Hände gebunden seien, was die Zuschüsse anbelangt.
»Ich habe Vertrauen zu ihnen, denn sie gehen mit ihrer Aufgabe in dieser Sportart verantwortungsvoll um«, lobte der Landtagsabgeordnete Peter Winter die Schützen.
Danach griff er Brückners Stichwort auf, indem er zumindest eine gute Nachricht für Schimborn verkündete: Bei einem Gespräch zusammen mit Bürgermeister Felix Wissel im Ministerium in München sei es gelungen, dass die Vertreter der obersten Baubehörde der Verlegung der Ortsdurchfahrt wieder die oberste Priorität zusprachen. Der Rathauschef hatte in der jüngsten Sitzung des Hauptverwaltungsausschusses bereits mitgeteilt, dass das Projekt mit zehn Millionen Euro angesetzt worden sei und die Planung, inklusive der Ausführung des neuerlichen Gutachtens, somit weiter gehen könne.
Reinhold Köppel, Gauschützenmeister im Schützengau Main-Spessart, freute sich über die zeitlich schnelle Abfolge bei der Verwirklichung des Projektes. »Aber das zeichnet die Schimborner Schützen aus, und deshalb machen sie auch sportlich von sich reden«, sagte er und überreichte dem Vereinsvorsitzenden Andreas Höfler einen großen Stapel an Umschlägen, mit denen die angegliederten Schützenvereine gratulierten. Für Höfler selbst hatte der Gauschützenmeister etwas Besonderes im Gepäck: Er verlieh ihm das Gauehrenzeichen in Silber.
Weitere gute Wünsche für die Zukunft überbrachten Ingeborg Fleckenstein vom Patenverein Grünthal Hösbach und Hugo Konrad vom Schützenverein Hausen. »Füllt das Haus mit Leben«, forderte Thomas Reifenberger vom Vereinsring Schimborn als letzter in der Reihe der Gratulanten auf.
Abschließend bedankte sich Höfler insbesondere bei jenen Helfern, auf deren Konten viele der insgesamt 8500 Arbeitsstunden verbucht wurden. Das waren allen voran Klaus Kourimsky und Ronny Sedlick für bis zu 1000 Stunden sowie Alexander Hain und Helmut Hartmann für über 500 Stunden.

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